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SLOW MOBIL DIEPHOLZ – Die mobile Klimaküche

Das SLOW MOBIL – Die mobile Klimaküche im ersten Jahr sehr erfolgreich angelaufen

„Das Projekt SLOW MOBIL – Die mobile Klimaküche ist im ersten Jahr sehr erfolgreich angelaufen,“ so Reinhold Bömer, der ehrenamtliche Koordinator des vorerst auf drei Jahre angelegten Bildungs- und Ernährungsprojektes. In 29 Aktionstagen zwischen Ostern und Ende Oktober haben die Köchinnen und Köche den beteiligten Schülerinnen und Schülern ein Einführung ins gesunde, regionale und klimagerechte Kochen gegeben. Diese Woche sind sie z.B. drei Tage an der Grundschule Eydelstedt zu Gast. Auch wenn die Klimaküche in dem Jahr regional gearbeitet hat und maximal bis Bassum und Brinkum gefahren ist, ist Eydelstedt quasi ein Heimspiel. Eine der beteiligten Köchinnen Hilde Heuer ist aus Eydelstedt und die anderen Köche Wolbert Schnieders-Kokenge und Heimo Schulte sind aus der Nähe, genauso wir Regina Bömer, die die pädagogische Begleitung macht. Mit den Klassen drei und vier haben sie in unterschiedlichen Zusammensetzungen gekocht. Es ist jeweils ein sehr gut schmeckendes Vier-Gänge-Menü entstanden, das die Kinder restlos verputzt haben. „Dabei ist es so einfach, dass die Kinder es zuhause mit etwas Hilfe leicht nachkochen können, so Heimo Schulte, dem besonders das handwerklich saubere Selbermachen wichtig ist, so bei der Herstellung der Nudeln und Saucen. Besonders Wolbert Schnieders-Kokenge, der das Diepholzer Convivium von Slow Food vertritt, achtete auf die regionale Herkunft und die umweltfreundliche und gesunde Produktion. Die Nudeln mit Füllung haben die Kinder selber erstellt, ebenso wie die pikante Tomatensauce. Gurken und Paprika für den Salat gab es von der SOLAWI Hollerhof in Donstorf. Die Kürbisse sind genauso regional geerntet wie die Äpfel für die Bratäpfel, die von einer Eydelstedter Streuobstwiese stammen. Regina  Bömer, die das pädagogische Rahmenprogramm verantwortet, brauchte die Leitfragen der Klimaküche also nur an den konkreten Produkten zu erklären. Die Bedeutung einer gesunden und kleinteiligen Landwirtschaft konnte sie an den konkreten Beispielen zeigen. Regionale und saisongerechten Produkte schlagen alle Importierten Produkte bei der Klimabilanz bei weitem. Die Frage, ob es wegen der Klimabilanz kein Fleisch geben solle, stellte sich gar nicht, denn das Essen war auch so komplett und lecker, betont sie. „Wenn jemand danach fragt,“ raten wir zum bewährten Prinzip des Sonntagsbratens,“ so Reinhold Bömer. „Dann darf das Fleisch auch etwas teurer sein. Ich empfehle Wild, das es gerade auch in Eydelstedt genügend gibt und sich in Wald und Flur weitgehend gesund ernährt.“ Die Klimaküche wird im 2020 wieder zu Ostern starten und 30 Aktionstage anbieten. Da sich der Kalender langsam füllt, bittet das WELTHAUS um frühzeitige Anfragen unter post @welthaus-barnstorf.de. Dank der Förderung der BINGO-Stiftung, des katholischen Fonds etc.  sind die Aktionstage für die Schulen kostenlos.

Die Fotos sind von Christofer Glatzl, Wien. Alle Abgebildeten haben ihre schriftliche Einverständnis für die Verwendung der Fotos gegeben.